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9. Pilgertag:
Orvieto - Bagnoregio (23 km)
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Der
Morgen kam, und damit der 9. Pilgertag. Die Sonne war noch nicht
aufgegangen da ging ich los. Die Stadt war noch ruhig, da zog
ich durch |
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Porta Maggiore |
Hügellandschaft |
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die
Porta
Maggiore in leichten Serpentinen zur
Strada dell' Arcone. Hier
zweigte mein gewählter Weg rechts ab nach Porano. Von
Porano
wollte ich dann über Boccetta wieder die Landstrasse SP12
erreichen, und von dort ohne Umweg nach Bagnoregio
pilgern. Der
Weg war gut gewählt. Eine schöne Bergwelt umgab mich und fast zu
schnell hatte ich Porano erreicht. Hier besichtigte ich im
Schnelllauf Castel Rubello und |
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die
Villa Paolina.
Dann pilgerte ich weiter, weiter..., bis ich feststellte, dass
nichts mehr ging. Der Weg war zu Ende. Ich hätte in dem ersten
Weg "Localita Boccetta" rechts abbiegen |
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müssen. Aber die
Wege hießen alle so. Hätte ich vom Westmünsterland her wissen
müssen. Ich fand einen Bauernhof und fragte nach. Die Bäuerin
lachte und verstand mich wohl nicht. Ich musste in's Haus kommen
und ich bekam von ihr ein leckeres zweites Frühstück (nicht
prima, sondern gut *lach*). Grazie, Signora, für alles!
Arrivederci!! Zwei Stunden waren weg. aber ich war Pilger und
klage nicht. |
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Die
Landstrasse war doch nicht so stark befahren wie ich vermutete.
Im strammen Schritt hatte ich Bagnoregio kurz nach Mittag
erreicht. Nach kurzer Orientierung |
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In Bagnoregio |
hatte
ich meine Unterkunft für eine Nacht erreicht. Denkste! Ich
schellte. Nichts! Ich schellte noch einmal. Aha! Momento, io vengo (oder ähnlich). Sie
kam und meinte:" Machine". Ich:"No, no, Machine".
Sie öffnete ihre Garage, schmiss meinen Rucksack hinein und ich
hinterher. Dann mit Tempo wieder in den Ort hinein, Querstrasse
rechts, |
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Haus links (oder
ähnlich). Die Haustüre wurde geöffnet. Oh Wunder! Grandios, eine
Einrichtung edel altitalienisch, und ich der einzige Bewohner.
Die Signora öffnete alle Schränke und Truhen nur für mich. Alles
Essen u. Trinken sollte ich nehmen. Ich wollte aber zuerst in
den Ort und nach Civita. Signora u.
ich machten Termine aus, dann ging sie, und ich ging auch,
nachdem ich mich frisch gemacht hatte.
Bagnoregio ist ein recht kleiner Ort mit einer schönen
Altstadt. |
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Civita liegt ca. 2 Kilometer aus
Bagnoregio heraus.
Civita klebt oberhalb eines Felsens
der steil aus einem Tal heraus ragt. Vor einigen Jahren wurde
als Zuweg eine Brückenverbindung geschaffen, damit
Civita besser zugänglich ist. Ob
das eine gute Lösung ist? Bevor die Brücke |
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existierte
mussten alle Transporte mit Mulis auf entsprechenden Wegen
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durchgeführt
werden. Mir hat das alles sehr gefallen, darum habe ich
auch fast jeden Winkel fotografiert. Dabei hatte ich noch Glück,
dass fast keine Touristen herumliefen. Das war für mich gut so,
denn so konnte ich in Ruhe in der |
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"Kirche ohne Namen" meditieren.
Lange schaute ich mich noch in diesem schönen Ort um, bevor ich
wieder nach |
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Bagnoregio
zurück ging. Hier gab es
eine nette Bar mit einem guten Kaffee. |
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Abends kam auch
wieder die Signora die mit mir schimpfte, weil ich nichts von
ihren Beständen gegessen und getrunken hatte. Als Ausgleich
zauberte sie mir aber ein leckeres |
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Abendessen
zurecht. So ist wieder ein wunderschöner Pilgertag vergangen.
Mein Dank war übergroß! |