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Italienfahrt

 

Abfahrt Oberhausen - Ankunft Seiano/Sorrent

Es war Samstagmorgen, der 22. September, 05.30 Uhr – Gestalten huschten über den Klosterhof. Koffer und Taschen wurden in einem Reisebus verladen. Alle Personen sahen, trotz der Frühe des Tages, sehr unternehmungslustig aus. Kein Wunder, denn unsere Italienfahrt sollte beginnen. Trotz der frühen Morgenstunde, betete Herr Pater Roos mit unserer Gruppe und gab ihr den Segen Gottes mit auf den weiten Weg. Unser diesjähriges Ziel war der Golf von Neapel und Venedig. Michael war wieder unser Busfahrer.
 

Ja, der Michael, der mit uns im vergangenen Jahr die Toskana bereiste. Es ging los! Zügig durchfuhren wir die deutschen Lande, durchquerten die Schweiz, durchfuhren den St. Gotthard-Tunnel und erreichten Mailand. Hier gab es eine Familienzusammenführung.

Michael, unser Busfahrer, traf sich hier mit seiner Schwester und deren Familie. Von treffen war erst keine Rede, weil Michael auf der einen Seite der Autostrada stand, und seine Verwandten auf der anderen Seite. Das war, jedenfalls für uns, sehr lustig anzuschauen. Michael schrie und die Verwandten schrien. Aber keiner verstand den anderen. Der Schwager übernahm, als Italiener, die Initiative.

Er verfrachtete seine Familie kurzerhand in seinen Wagen, fuhr irgendwie über eine Zufahrt, und war plötzlich bei Michael. War das eine Freude! Jetzt aber für alle! Nach vielen Küsschen und einer  Proviantübergabe ging es aber weiter. Nach einer insgesamt kurzweiligen Fahrt, ausgefüllt mit Gesprächen, Informationen, Gesang und Humor, erreichten wir Tabiano Bagni, die Stadt des Schwefels, bei Parma. Hier, im Hotel Ducale, empfing und versorgte uns das freundliche Hotelpersonal so, dass wir am nächsten Morgen erfrischt und gestärkt weiter fahren konnten. Es regnete in Strömen. Hier sei erwähnt, dass unsere „Frau Pastorin“, Klaudia Hülsermann, auch wieder mit dabei war.

Alpen

Klaudia

Sie betete alle Tage mit uns das Morgenlob und das Abendgebet. Selbst zum Singen hat sie uns gebracht. Bei der Fahrt durch die Toskana verschwanden die Regenwolken mehr und mehr, und es schien bald die Sonne, die uns auch die kommenden Tage, am Golf von Neapel, nicht mehr verlassen hat. Am Abend erreichten wir Neapel. Die Stadt zeigte sich bei der Dunkelheit von einer ihrer schönsten Seiten. Eng am Ufer des Meeres angeschmiegt, zeigte sich die Stadt in  einer phantastischen Lichterfülle.

Unsere Begleiterin

 Klaudia                               Abend über Seiano

Die aneinander gereihten Lichter der Straßenbeleuchtungen sahen aus wie nicht endenwollende Perlenketten und die angestrahlten Gebäude sahen aus wie edle Steine. Aber uns zog es weiter, nach Seiano, unserem Tagesziel und Aufenthaltsort für die nächsten Tage. Bei völliger Dunkelheit erreichten wir den Ort. Seiano liegt am Berghang des Monte Crocione, oberhalb von Vico Equense, am Golf von Neapel. Nach einigen Orientierungen fanden wir die Zufahrt zu unserem Tagesziel, die „Casa Sereno Soggiorno Salessiano“. In einer recht abenteuerlichen Fahrt, auf einer kurvenreichen Bergstraße, erreichten wir schließlich unser „Casa“ und richteten uns ein. Wieder war ein Tag vergangen, der uns so viel aufregendes, aber auch unterhaltsames und informatives gebracht hatte.

       

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