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Es war einmal vor
langer, langer Zeit, da lebten zwei Familien am südlichen Hang des Monte
Lattari, die eine im Westen, die andere im Osten der Küste. Sie
ernährten sich vom Fischfang, der auch von den Frauen und Kindern betrieben
wurde. Bei einem schweren Sturm erlitten je eine Barke jeder Familie
Schiffbruch. Vietri, die wunderschöne Tochter der einen, und
Positano, der Sohn der anderen Familie, wurden eng umschlungen an das
Ufer gespült und verliebten sich. Von da an stiegen die beiden jungen Leute
an jedem Morgen, jedem Mittag und zu jedem Sonnenuntergang auf die hohen
Klippen ihres Wohnortes und riefen einander beim Namen. Da hörte das Meer
auf zu rauschen und der Wind schwieg, damit ihre Stimmen an jenem Ort
zusammen treffen konnten, an dem sie sich verliebten. Fortan blieb das Meer
ruhig, es herrschte ewiger Frühling. Wein, Zitronen, Oliven, und allerlei
andere Früchte wuchsen in dem milden Klima, Rosen und Jasmin verströmten
betörende Düfte. Eines Tages näherten sich die Liebenden der Stelle, wo sie
an das Ufer gespült worden waren. Aus ihrer Liebe spross Amalfi, ihre
Tochter. Viele Jahre später verliebte sich Herkules in Amalfi
und er fand sie so schön, dass er ohne sie nicht mehr leben wollte. Ihr zu
Ehren gründete der griechische Held eine Stadt, der er den Namen der
Geliebten gab. |
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Nur ein Märchen wie
dieses kann einer der traumhaftesten Küsten dieser Welt gerecht werden. Die
Amalfitana, eine Straße zwischen Himmel und Meer, verbindet die
Städte Positano und Vietri sul Mare. In ihrer Mitte liegt
Amalfi. Jeder einzelne Ort an der ca. 40 km langen Strecke, die sich in
engen, kühnen Kurven an das zerklüftete, schroffe Kalkgestein schmiegt, hat
nicht nur seine eigene Geschichte, auch Legenden und Mythen ranken sich um
die an steilen Felsen klebenden Schwalbennester. Die Reisegruppe machte sich
auf, diese wunderbare Küstenstraße zu erleben. Über Positano fahrend,
wurde, nach einer herrlichen, eindrucksvollen Fahrt, Amalfi erreicht.
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